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Der Ansatz

Nach der Biokinematik treten Schmerzen am Bewegungsapparat immer dann auf,
wenn das Zusammenspiel der Muskulatur gestört ist durch eine sogenannte "Bahnstörung".
Dann können die bei der jeweiligen Bewegung tätigen Muskeln - Spieler (Agonist) und
Gegenspieler (Antagonist) - nicht exakt dieselbe Bewegungsbahn beschreiben.
Somit wird die von dem Agonisten erzeugte Kraft (Kontraktion) im eigenen Körper,
zunächst in der Regel einer der Antagonisten, wirksam.
Dies ist für den Bewegungsapparat die absolute Pathologie, da die von einem Muskel
durch Kontraktion hervorgerufene Kraft (die physikalische "Arbeit")
im Normalfall immer in der Außenwelt zur Wirkung kommt.

Mit exakt zwei Möglichkeiten:
Bei Krafteinwirkung auf einen "schwächeren Außenkörper" wird dieser bewegt oder
der eigene Körper, wenn die äußere "Gegenkraft"
die von der Muskulatur gebildete Kraft weit übersteigt.

Der Schmerz soll nun verhindern, dass die erzeugte Kraft innerhalb des eigenen Körpers wirkt.
Also durch unsere Steuerung vor bzw. während der entsprechenden Aktion wird die Aktivität eines
funktionsfähigen gesunden Muskels mittels Schmerz gehemmt.
Logisch, dass am "Schmerzort" eigentlich alles in Ordnung ist!
Beim Gegenspieler aber nicht.
Im Regelfall wird der (oder die, meistens sind es mehrere Möglichkeiten,
da ein Muskel mehrere Bewegungsachsen aufweist) Antagonist behandelt.